Guck mal wie

Fröbelstern falten

Aus vier Papierstreifen entsteht ohne Kleber ein Stern mit 16 Spitzen. Zu jedem Faltschritt gibt es ein eigenes Bild, auch zu den Zacken und Tüten, an denen die meisten hängen bleiben. Nimm für den ersten Stern vier verschiedene Farben, dann kannst du jeden Streifen verfolgen.

Erwachsene: Sitzt daneben und hilft beim ersten Durchstecken; schneidet selbst gemachte Streifen mit Cutter und Lineal zu.

Fröbelstern, fertig

Schritt für Schritt

  1. Rosa Streifen flach mit gestrichelter Mitte, Pfeil klappt das rechte Ende nach links; darunter drei schon gefaltete Streifen

    1Streifen falten

    Falte jeden der vier Streifen genau in der Mitte: Enden aufeinanderlegen und den Knick mit dem Fingernagel scharf streichen. In den Bildern sind die Streifen gelb, blau, grün und rosa.

  2. Vier gefaltete Streifen mit schrägen Enden, am rosa Streifen eine gestrichelte Schnittlinie und eine Schere

    2Enden anschrägen

    Schneide die offenen Enden jedes Streifens schräg ab, beide Lagen zusammen. Mit Spitze lassen sie sich später leichter durchstecken.

  3. Gelb senkrecht, Blau mit dem Knick um Gelb, Grün von oben über Blau gehängt; kleiner Kreis zeigt Blau seitlich um Gelb

    3Zwei Streifen einhängen

    Leg Gelb senkrecht hin, Knick unten. Schieb Blau mit dem Knick von links an Gelb, so dass Gelb zwischen den beiden Lagen von Blau steckt (1). Häng Grün genauso von oben über Blau (2).

  4. Rosa läuft von rechts über Grün und unter der gelben Schlaufe durch nach links, Pfeil gestrichelt unter Gelb

    4Rosa einfädeln

    Knifflig

    Häng Rosa mit dem Knick von rechts über Grün. Schieb die Enden von Rosa dabei durch die Schlaufe unten am gelben Streifen nach links.

    So sieht es jetzt aus: Jeder Streifen hält mit seinem Knick den nächsten fest, ringsherum wie ein Windrad.

  5. Festes Quadrat aus vier Feldern, vier Pfeile ziehen die Streifenenden nach außen

    5Quadrat festziehen

    Zieh vorsichtig an allen Enden, bis die vier Streifen in der Mitte dicht aneinanderliegen.

    So sieht es jetzt aus: In der Mitte liegt ein festes Quadrat aus vier gleich großen Feldern, ohne Lücke.

    Langsam ziehen: Papierkanten können in die Finger schneiden.

  6. Gelb nach unten, Rosa nach rechts und Grün nach oben über das Quadrat geklappt, drei nummerierte Pfeile

    6Drei Lagen umklappen

    Klapp jeweils nur die obere Lage um, der Reihe nach: Gelb nach unten (1), Rosa nach rechts (2), Grün nach oben (3). Jede Lage liegt danach flach über dem Quadrat.

  7. Blaue Lage läuft von rechts nach links, gestrichelt unter dem gelben Streifen durch

    7Blau durchstecken

    Klapp die obere Lage von Blau nach links. Steck sie oben links unter dem gelben Streifen durch und zieh alles wieder fest.

    So sieht es jetzt aus: Wieder ein festes Quadrat; an jeder Seite schauen jetzt zwei Enden heraus.

  8. Gelbes Ende unten links schräg nach hinten geknickt, zeigt nach links; gepunktet die alte Lage nach unten

    8Nach hinten knicken

    Nimm das Ende, das unten links nach unten zeigt (hier Gelb). Knick es direkt am Quadrat schräg nach hinten, so dass es nach links zeigt.

  9. Gelber Streifen nach oben geknickt, links neben dem Quadrat, unten eine Spitze nach unten

    9Nach oben knicken

    Knick denselben Streifen noch einmal schräg, so dass er links neben dem Quadrat nach oben zeigt. Unten entsteht eine Spitze.

  10. Gelber Streifen liegt auf der linken Spalte, unten links ein gelbes Dreieck als Zacke, gepunktet die alte Lage

    10Nach rechts umklappen

    Klapp den Streifen nach rechts um, so dass er auf der linken Spalte des Quadrats liegt. Unten bleibt ein kleines Dreieck stehen: deine erste Zacke.

  11. Gelbes Ende als Schlaufe von unten unter den rosa Querstreifen gesteckt, kommt in der Mitte heraus, Pfeil zieht nach oben

    11Ende durchziehen

    Knifflig

    Klapp die Zacke kurz nach hinten. Steck das Ende von unten unter den Querstreifen im Feld unten links und zieh es in der Mitte wieder heraus. Zieh nach oben, bis die Schlaufe weg ist und die Zacke flach anliegt.

    So sieht es jetzt aus: Unten links liegt eine flache Zacke, so breit wie ein Streifen; das Ende zeigt aus der Mitte nach oben.

    Langsam ziehen, nicht durch die Finger rutschen lassen.

  12. Quadrat mit vier flachen Zacken wie ein Windrad, an jeder Seite ein Ende, Pfeil für die Vierteldrehung

    12Drei weitere Zacken

    Dreh den Stern eine Vierteldrehung im Uhrzeigersinn. Unten links zeigt jetzt das nächste Ende nach unten; nimm die obere Lage. Falte damit dieselbe Zacke wie in Schritt 8 bis 11, bis auf dieser Seite vier Zacken sind.

    So sieht es jetzt aus: Vier Zacken zeigen ringsum in dieselbe Drehrichtung.

  13. Rückseite mit vier flachen Zacken und vier Enden aus der Mitte, Zeichen für Umdrehen und Pfeil für die Drehung

    13Rückseite falten

    Dreh den Stern um. Falte auf der Rückseite genauso vier Zacken: immer mit der oberen Lage unten links, dann eine Vierteldrehung im Uhrzeigersinn.

    So sieht es jetzt aus: Auf jeder Seite liegen vier flache Zacken.

  14. Vier Enden in die Gegenrichtung umgelegt, gepunktet ihre alte Lage, Pfeile zeigen die neue Richtung

    14Enden umlegen

    Auf der oberen Seite zeigen vier Enden aus der Mitte nach außen. Knick jedes in der Mitte um, so dass es in die Gegenrichtung zeigt.

    So sieht es jetzt aus: Jedes der vier Felder ist von genau einem Streifen bedeckt, keiner liegt auf einem anderen.

  15. Grünes Ende schräg nach vorn geknickt, liegt jetzt nach links über der unteren Reihe

    15Nach links knicken

    Nimm das Ende, das unten links nach unten zeigt (hier Grün). Knick es diesmal nach vorne nach links, die Knickkante läuft schräg durch das Feld.

  16. Grüner Streifen als Bogen über dem Feld unten links, Ende unter dem angehobenen rosa Streifen nach rechts geschoben

    16Bogen einstecken

    Knifflig

    Bieg den Streifen in einem Bogen zurück nach rechts, ohne zu knicken. Heb den Streifen rechts daneben kurz an (1). Schieb dein Ende darunter nach rechts durch (2), bis es neben der Zacke herausschaut.

    So sieht es jetzt aus: Über dem Feld unten links steht eine runde Schlaufe; das grüne Ende schaut rechts aus der Zacke.

  17. Grüne Tüte steht in der Mitte über dem Feld unten links, das grüne Ende wird rechts mit einem Pfeil herausgezogen

    17Tüte festziehen

    Knifflig

    Zieh das Ende vorsichtig nach rechts. Die Schlaufe wird kleiner und richtet sich zu einer Tüte auf. Hör auf, sobald sie steht: Sie soll rund bleiben, nicht platt.

    So sieht es jetzt aus: In der Mitte steht eine kleine runde Tüte hoch, ihre Spitze sitzt in der Sternmitte.

  18. Vier Tüten in vier Farben stehen in der Sternmitte, Pfeil für die Vierteldrehung und Zeichen für Umdrehen

    18Alle Tüten formen

    Leg den angehobenen Streifen wieder hin. Dreh den Stern eine Vierteldrehung im Uhrzeigersinn und forme die nächste Tüte genauso. Nach vier Tüten drehst du ihn um und machst auf der Rückseite vier weitere.

    So sieht es jetzt aus: Auf jeder Seite stehen vier Tüten in der Mitte.

  19. Stern mit Tüten, an jeder Zacke eine gestrichelte Schnittlinie, eine Schere schneidet unten links ein Ende ab

    19Enden abschneiden

    Neben jeder flachen Zacke schaut ein Streifenende heraus. Schneide es dicht an der Zacke ab, schräg entlang ihrer Kante, ohne die Zacke anzuschneiden.

    So sieht es jetzt aus: Acht flache Zacken, acht Tüten, kein Ende steht mehr ab.

Warum der Stern ohne Kleber hält

In der Mitte sind die vier Streifen verwebt wie ein kleiner Korb: Jeder liegt über einem Streifen und unter dem nächsten, so klemmen sie sich gegenseitig fest. Die Enden steckst du in Taschen und ziehst sie stramm; die Reibung zwischen den Papierlagen hält sie dort. Seinen Namen hat der Stern vom Pädagogen Friedrich Fröbel, der den Kindergarten erfand und Kinder falten und flechten ließ. Erfunden hat er den Stern aber wohl nicht; der Name ist erst seit den 1960er-Jahren üblich.

Wenn's hakt

Das Quadrat in der Mitte rutscht beim Falten auseinander.
Zieh alle Enden noch einmal fest (Schritt 5) und halte die Mitte mit Daumen und Zeigefinger flach auf dem Tisch.
Das Ende lässt sich nicht unter den Querstreifen schieben.
Schneide die Spitze schräger nach und klapp die Zacke beim Durchstecken nach hinten. Ein Zahnstocher öffnet die Tasche ein Stück.
Die Tüte knickt ein oder wird platt.
Den Bogen nur biegen, nie falzen, und das Ende sanft ziehen. Hör auf, sobald die Tüte steht; eine platte Tüte mit einem Stift von innen vorsichtig rund drücken.
Für die letzten Tüten reicht der Streifen nicht mehr.
Die Streifen waren zu kurz. Sie müssen mindestens 30-mal so lang sein wie breit, also 45 cm bei 1,5 cm Breite.

Sicherheit

  • Papierkanten können in die Haut schneiden: Streifen langsam ziehen, nicht schnell durch die Finger gleiten lassen.
  • Für alle Schnitte reicht eine Bastelschere mit runder Spitze.
  • Selbst geschnittene Streifen: Cutter und Lineal bleiben in Erwachsenenhand.
  • Fröbelsterne werden manchmal in heißes Wachs getaucht. Das macht nur ein Erwachsener, und es gehört nicht zu dieser Anleitung.

Häufige Fragen

Wie lang müssen die Streifen für einen Fröbelstern sein?

Etwa 30-mal so lang wie breit. Der fertige Stern misst rund das 4,5-Fache der Streifenbreite: 1 × 30 cm ergibt ca. 4,5 cm, 1,5 × 45 cm ca. 7 cm, 2,5 × 75 cm ca. 11 cm.

Kann man einen Fröbelstern auch flach falten?

Ja. Hör nach Schritt 13 auf und schneide alle Enden gerade an der Kante des Quadrats ab. Dann hast du einen flachen Stern mit acht Zacken, der gut auf Karten passt.

Ab welchem Alter klappt der Fröbelstern?

Grundform und flache Zacken schaffen viele Kinder ab etwa 8 Jahren, wenn ein Erwachsener daneben sitzt. Die Tüten brauchen Fingergefühl; da hilft am Anfang oft ein Erwachsener mit.

Wie hänge ich den Stern auf?

Stich mit einer Nähnadel einen Faden durch die Spitze einer flachen Zacke und knote ihn zu einer Schlaufe.

Stand: 2. November 2026. So entstehen unsere Anleitungen

Quellen (8)
  • vbs-hobby.at: Ablauf aller Faltschritte mit Fotos (Weben, Zacken, Tüten); Standardmaß 1,5 × 45 cm, Breite : Länge 1 : 30; Enden schräg abschneiden; Arbeitszeit ca. 30 Minuten
  • mathematische-basteleien.de: Zweite, unabhängige Schrittfolge mit Zeichnungen (Umlegen der Enden, Knick durch das Feld, Tüte, Drehung im Uhrzeigersinn); Verhältnis 1 : 25 bis 1 : 30; 8 Zacken und 8 Tüten ohne Kleber; Name erst seit den 1960er-Jahren belegt
  • tu-chemnitz.de: Verhältnis Länge : Breite etwa 30 : 1; Enden schräg abschneiden; flacher Stern, wenn man nach den Zacken abschneidet; Fröbel nutzte Falt- und Flechtarbeiten mit Kindern
  • vbs-hobby.at: Herstellerangabe: Streifen 1,5 × 45 cm ergeben Sterne mit ca. 7 cm Ø
  • kita.de: Herstellerangaben (Heyda): 1 × 30 cm ergibt ca. 4,5 cm Ø, 1,5 × 45 cm ca. 7 cm Ø. Nachgerechnet: die Spitzen liegen √5 Streifenbreiten von der Mitte, Ø = 2·√5·Breite ≈ 4,5 × Breite, passt zu beiden Angaben (2,5 cm → ca. 11 cm ist gerechnet)
  • kaufland.pl: Papierstärke fertiger Faltstreifen (folia, 130 g/m²); Heyda-Streifen werden mit 120 g/m² angeboten
  • en.wikipedia.org: Name nach Friedrich Fröbel, der den Stern wohl nicht erfand; Name seit den 1960er-Jahren üblich; 8 flache Zacken + 8 Tüten = 16 Spitzen; Tradition des Wachstauchens
  • de.wikipedia.org: Vier Streifen im Verhältnis etwa 1 : 30; Herkunft nicht vollständig geklärt

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