Wie funktioniert eine Waschmaschine?
Eine Waschmaschine wäscht, indem eine gelochte Trommel die Wäsche in warmem Seifenwasser immer wieder anhebt und fallen lässt, mal links-, mal rechtsherum. Danach pumpt sie das schmutzige Wasser ab und spült. Zum Schluss dreht sie sehr schnell: Das Wasser fliegt durch die Löcher nach außen, die Wäsche bleibt drin und kommt nur noch feucht heraus.
Was drinnen passiert
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1Wasser läuft ein
Das Zulaufventil öffnet sich, Leitungswasser fließt durch das Waschmittelfach und nimmt das Pulver mit. Diese Lauge läuft in den Bottich um die Trommel. Ein Druckschalter merkt, wann genug drin ist: Das Wasser steht nur unten in der Trommel.
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2Der Heizstab wärmt
Unter der Trommel liegt im Bottich ein Heizstab mit etwa 2000 Watt. Er macht die Lauge so warm, wie das Programm es will, zwischen kalt und 95 °C. Warmes Wasser löst Fett und Schmutz besser.
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3Die Trommel dreht
Der Motor unter dem Bottich dreht über einen Riemen und eine große Riemenscheibe die Trommel, mal links-, mal rechtsherum. Drei Rippen innen heben die Wäsche hoch, sie fällt zurück in die Lauge. Das reibt den Schmutz heraus.
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4Abpumpen und spülen
Die Laugenpumpe unten vorne pumpt das schmutzige Wasser durch den Schlauch in den Abfluss. Dann läuft frisches Wasser ein, die Trommel dreht wieder, und die Pumpe holt es wieder heraus. So wird die Seife mehrmals ausgespült.
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5Schleudern
Zum Schluss dreht die Trommel sehr schnell, meist 1000 bis 1400 Umdrehungen pro Minute. Die Wäsche wird an die Wand gedrückt, das Wasser fliegt durch die Löcher. Federn, Stoßdämpfer und schwere Gegengewichte halten die Maschine dabei ruhig.
Die wichtigsten Teile
- Trommel
- Die Trommel aus Edelstahl ist voller Löcher und hat innen drei Rippen, die die Wäsche hochheben; sie dreht sich in einem festen Bottich, in dem das Wasser steht.
- Motor
- Der Motor hängt unter dem Bottich und dreht die Trommel über einen Riemen und eine große Riemenscheibe an der Rückseite.
- Heizstab
- Der Heizstab liegt unten im Bottich unter der Trommel und macht das Wasser warm, wie ein Wasserkocher.
- Zulaufventil
- Das Zulaufventil ist ein elektrisches Tor am Wasserschlauch: Es öffnet sich, wenn Wasser einlaufen soll, und schließt, wenn genug drin ist.
- Waschmittelfach
- Ins Waschmittelfach kommt das Pulver; das einlaufende Wasser spült es heraus und in den Bottich.
- Laugenpumpe
- Die Laugenpumpe unten vorne pumpt das gebrauchte Wasser durch den Ablaufschlauch hinaus; davor sitzt ein Sieb, das Flusen und Knöpfe auffängt.
- Stoßdämpfer
- Zwei Stoßdämpfer unten und zwei Federn oben halten den Bottich, damit er beim Schleudern wackeln darf, ohne die Maschine zu schütteln.
- Gegengewicht
- Schwere Blöcke aus Beton sitzen am Bottich; sie machen ihn träge, damit er beim Schleudern nicht hin und her springt.
So erklärst du es deinem Kind
- 4–6 Jahre
- In der Waschmaschine ist eine große Trommel mit vielen kleinen Löchern. Sie dreht sich, hebt die Kleider hoch und lässt sie wieder ins Seifenwasser plumpsen, so wie du beim Händewaschen rubbelst. Am Ende dreht sie ganz schnell, und das Wasser fliegt heraus.
- 7–9 Jahre
- Erst läuft Wasser durch das Waschmittelfach, ein Heizstab macht es warm, und die Trommel dreht sich mal links und mal rechts herum. Dann pumpt eine Pumpe das schmutzige Wasser weg. Beim Schleudern ist es wie im Karussell: Du wirst nach außen gedrückt, und die Wassertropfen fliegen durch die Löcher hinaus.
- ab 10 Jahren
- Beim Schleudern dreht die Trommel über 1000-mal pro Minute. Die Wand zwingt die Wäsche auf eine Kreisbahn, aber die Wassertropfen wollen wegen ihrer Trägheit geradeaus weiter und schießen durch die Löcher. Damit der schwere Bottich dabei nicht durch den Raum hüpft, hängt er an Federn, steht auf Stoßdämpfern und trägt Gewichte aus Beton.
Salatschleuder als Mini-Waschmaschine
Tauch ein Spültuch in Wasser, drück es leicht aus und leg es in den Korb einer Salatschleuder. Dreh kräftig, dann heb den Korb heraus: Unten in der Schüssel steht Wasser, das Tuch ist viel trockener. Der Korb hat Löcher wie die Trommel, das Wasser fliegt beim Drehen nach außen.
Sicherheit
- Waschmaschinen laufen mit 230 Volt Netzstrom: nie aufschrauben.
- Kinder nie in die Trommel klettern lassen, und die Kindersicherung nutzen, wenn die Maschine eine hat.
- Das Flusensieb nur öffnen, wenn das Wasser abgekühlt ist, und eine flache Schale darunterstellen: Es läuft Restwasser heraus.
Häufige Fragen
Warum schleudert eine Waschmaschine?
Damit die Wäsche nicht tropfnass herauskommt. Die Trommel dreht so schnell, dass das Wasser durch die Löcher nach außen fliegt und abgepumpt wird. Je höher die Drehzahl, desto trockener ist die Wäsche und desto schneller trocknet sie danach.
Warum ist eine Waschmaschine so schwer?
Am Bottich um die Trommel sitzen Gegengewichte aus Beton oder Gusseisen. Sie machen den Bottich träge, damit er beim Schleudern nicht hin und her springt. Eine 8-Kilo-Maschine von Bosch wiegt zum Beispiel gut 73 Kilo.
Wie viel Wasser braucht eine Waschmaschine pro Waschgang?
Eine moderne Frontlader-Maschine braucht im Eco-Programm etwa 40 bis 50 Liter für eine ganze Wäsche, mit allen Spülgängen. Das Wasser steht dabei nur unten in der Trommel; die Rippen schöpfen es hoch und lassen es auf die Wäsche rieseln.
Warum muss man bei einer neuen Waschmaschine die Transportsicherung entfernen?
Der Bottich mit der Trommel hängt beweglich an Federn und Stoßdämpfern. Für den Transport schrauben Bolzen ihn fest, damit er nicht hin und her schlägt. Läuft die Maschine mit diesen Bolzen, kann der Bottich beim Schleudern nicht schwingen, und Dämpfer, Lager und Gehäuse gehen kaputt.
Wie funktioniert eine Waschmaschine mit Trockner?
Ein Waschtrockner wäscht wie eine normale Waschmaschine. Zum Trocknen bläst ein Gebläse warme Luft durch die drehende Trommel. Die feuchte Luft wird dann abgekühlt, das Wasser darin tropft aus und wird abgepumpt, und die trockene Luft wird wieder erwärmt.



