Guck mal wie

Eier ausblasen – ohne Pusten mit dem Mund

Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät davon ab, Eier mit dem Mund auszupusten: Auf der Schale und im Ei können Salmonellen sein. Mit einer Ausblashilfe geht es genauso gut. Die Löcher stichst du, den Rest schaffen Kinder ab 5.

  • Alter5–12 Jahre
  • Dauer30 Min.+ 8 Std. warten
  • Schwierigkeitmittel
  • Schmutzetwas Krümel

Erwachsene: Sticht die Löcher mit der Nadel und brät den Ei-Inhalt.

Eier ausblasen, fertig

Schritt für Schritt

  1. Ein rohes Ei liegt in einer Schüssel mit Spülwasser, daneben steht eine Flasche Spülmittel

    1Ei waschen

    Hände waschen. Das Ei in lauwarmem Wasser mit einem Tropfen Spülmittel abwaschen und abtrocknen. Gleich weitermachen: Gewaschene Eier nicht aufheben.

    Vorher und nachher Hände mit Seife waschen. Kleinkinder fassen rohe Eier besser gar nicht an.

  2. Ein Ei steht mit der Spitze nach oben im blauen Eierbecher, eine Nadel mit grünem Griff sticht oben hinein

    2Oben anstechen

    ErwachseneKnifflig

    Das Ei mit der Spitze nach oben in den Eierbecher stellen. Mit Eierpiekser oder Nadel ein Loch von 1–2 mm in die Spitze stechen: drücken und leicht drehen, nicht klopfen.

    So sieht es jetzt aus: Oben ist ein kleines rundes Loch, 1–2 mm. Rundherum hat die Schale keinen Riss.

    Die Nadel hält nur ein Erwachsener. Kinder halten den Eierbecher fest.

  3. Das Ei steht umgedreht im Eierbecher, die Nadel steckt schräg im Loch am stumpfen Ende

    3Unten Loch weiten

    ErwachseneKnifflig

    Das Ei umdrehen. Am runden, stumpfen Ende ebenso anstechen und das Loch mit der Nadel in kleinen Drehungen auf 3–5 mm weiten.

    So sieht es jetzt aus: Unten ein Loch von 3–5 mm, oben eins von 1–2 mm. Keine Risse an den Rändern.

    Die Nadel danach außer Reichweite der Kinder legen.

  4. Durchsicht: Ein Holzspieß steckt im großen Loch, das Eigelb im Ei ist zerstochen und mit dem Eiweiß verrührt

    4Eigelb zerstechen

    Den Spieß durch das große Loch ins Ei schieben und darin rühren, bis das Eigelb zerstochen ist.

    So sieht es jetzt aus: Am Spieß klebt gelbes Eigelb.

  5. Das Ei sitzt auf einem schmalen Glas, oben steckt die rote Ausblashilfe, unten läuft gelber Ei-Inhalt ins Glas

    5Mit Ausblashilfe ausblasen

    Das Ei mit dem großen Loch nach unten auf das schmale Glas setzen. Die Spitze der Ausblashilfe auf das kleine Loch drücken und pumpen, bis das Ei leer ist.

    Nicht mit dem Mund pusten: Auf der Schale und im Ei können Salmonellen sein.

  6. Eine Einwegspritze drückt Wasser ins Ei auf dem Glas, daneben ein Glas Essigwasser und das zugedeckte Glas mit Ei

    6Ausspülen

    Das Glas mit dem Inhalt zudecken und in den Kühlschrank stellen. Mit der Spritze Wasser mit etwas Essig oder Spülmittel ins Ei drücken, schütteln und wieder herausdrücken. Zweimal.

    Rohes Ei nicht neben anderes Essen stellen. Verspritztes Ei sofort mit Küchenpapier aufwischen.

  7. Das leere Ei steht mit dem großen Loch nach unten im Eierbecher, daneben das zugedeckte Glas mit dem Inhalt

    7Trocknen lassen

    Das Ei mit dem großen Loch nach unten in den Eierbecher stellen und einige Stunden trocknen lassen, am besten über Nacht.

    So sieht es jetzt aus: Innen ist kein Wasser mehr. Jetzt kannst du es färben oder bemalen.

    Danach Arbeitsfläche, Werkzeug und Hände gründlich mit Seife waschen.

  8. Ein Teller mit Rührei steht neben dem leeren, trockenen Ei im Eierbecher

    8Inhalt verwenden

    Erwachsene

    Den Ei-Inhalt innerhalb von 24 Stunden verbrauchen, etwa als Rührei oder im Kuchenteig. Immer ganz durchgaren, bis nichts mehr flüssig ist.

    Rohe Eimasse nicht naschen und nicht für Speisen ohne Erhitzen nehmen, etwa Desserts.

Zum Drehen und Durchschauen

Warum der Inhalt herauskommt

Ein Ei ist innen ganz voll. Drückst du oben Luft hinein, braucht sie Platz und schiebt den Inhalt unten hinaus. Das zähe Eiweiß rutscht durch ein größeres Loch leichter. Ein ganzes Eigelb verstopft das Loch, ein zerstochenes fließt.

Wenn's hakt

Es kommt nichts heraus.
Das untere Loch ist zu klein oder das Eigelb noch ganz. Loch auf 3–5 mm weiten und mit dem Spieß noch einmal rühren.
Die Schale reißt beim Anstechen.
Nicht klopfen, sondern drücken und dabei drehen. Kleinere Eier haben oft dickere Schalen.
Das Ei platzt beim Pumpen.
Zu fest gepumpt: in kurzen, sanften Stößen pumpen und warten, bis der Inhalt läuft.
Das Ei riecht nach ein paar Tagen.
Es waren noch Reste drin. Noch einmal mit Spülmittel- oder Essigwasser ausspülen und ganz trocknen lassen.

Sicherheit

  • Vor und nach dem Basteln Hände mit Seife waschen.
  • Nie mit dem Mund an das rohe Ei: Ausblashilfe oder Spritze nehmen.
  • Die Nadel benutzt nur ein Erwachsener.
  • Kleinkinder sollten rohe Eier möglichst gar nicht anfassen.
  • Ei-Inhalt zugedeckt in den Kühlschrank, innerhalb von 24 Stunden verbrauchen und ganz durchgaren.
  • Verspritztes Ei sofort aufwischen, Arbeitsfläche und Werkzeug danach gründlich reinigen.

Häufige Fragen

Wie kann man Eier ohne Pusten ausblasen?

Mit einer Ausblashilfe aus Drogerie oder Bastelladen oder mit einer Einwegspritze ohne Nadel. Die Spitze auf das kleine Loch drücken: Die Luft schiebt den Inhalt unten hinaus.

Kann man Eier mit dem Strohhalm ausblasen?

Das BfR nennt dünne Strohhalme als Hilfsmittel, weil die Lippen dann nicht an die Schale kommen. Für Kinder ist die Ausblashilfe besser: Beim Strohhalm ist der Mund noch nah am rohen Ei.

Kann man den Inhalt ausgeblasener Eier noch essen?

Ja. Zugedeckt in den Kühlschrank, innerhalb von 24 Stunden verbrauchen und ganz durchgaren, etwa als Rührei oder im Kuchen.

Wie bekommt man ausgeblasene Eier sauber?

Innen und außen mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel ausspülen, das Wasser mit Spritze oder Ausblashilfe wieder herausdrücken. Dann mit dem großen Loch nach unten trocknen lassen.

Stand: 2. November 2026. So entstehen unsere Anleitungen

Quellen (7)
  • bfr.bund.de: Nicht mit dem Mund auspusten; dünne Strohhalme oder kleiner Blasebalg; Eier vorher mit lauwarmem Wasser und Spülmittel waschen; Werkzeug sauber; Hände waschen; Kleinkinder nicht mit rohen Eiern; Inhalt gründlich durcherhitzen.
  • bfr.bund.de: Salmonellen und Campylobacter auf der Schale und seltener im Ei; Einwegspritzen und Blasebälge als Hilfsmittel; innen und außen mit Spülmittel säubern; verspritztes Ei sofort aufwischen; rohes Ei gekühlt und zugedeckt, durcherhitzt bis alles gestockt ist.
  • stadt-muenster.de: Ausblaspumpe statt Mund; Inhalt sofort verarbeiten oder verschlossen höchstens 24 Stunden bei +4 °C; gewaschene Eier nicht lagern. Das Merkblatt rät, die Schale nicht mit Spülmittel zu waschen, wenn der Inhalt verwendet wird; wir folgen dem BfR (lauwarmes Wasser, ein Tropfen Spülmittel) und lassen sofort ausblasen.
  • heimwerker.de: Unteres Loch am stumpfen Ende etwa 5 mm, oberes kleiner; Eigelb mit Zahnstocher oder Spieß verrühren; ein- bis zweimal mit Wasser ausspülen; mit dem stumpfen Ende nach unten im Eierbecher trocknen.
  • oekotest.de: Loch am stumpfen Ende größer; mit Spieß rühren, wenn das Eigelb festsitzt; ausspülen und trocknen; Reste für Rührei, Kuchen, Waffeln.
  • lecker.de: Inhalt luftdicht im Kühlschrank ca. 24 Stunden; zu fester Druck lässt das Ei platzen; Spritze oder Pumpe als Alternative.
  • utopia.de: Unteres Loch etwas größer; Essigwasser zum Ausspülen gegen Geruch; kleinere Eier haben oft dickere Schalen.

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